Zahnlexikon - H

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Halitosis = Mundgeruch, durch bakterielle Zahnbeläge in Zahnzwischenräumen, Zahnfleischtaschen, Zungenpapillen und an Zahnersatz. Andere Ursachen für Mundgeruch sind relativ selten. Halitosis kann durch perfekte Mundhygiene in den meisten Fällen vermieden werden.

Seit einiger Zeit sind auch Geräte auf dem Markt, mit denen Zahnärzte eine Messung des Mundgeruches vornehmen können. Diese so genannten Halimeter messen die Konzentration flüchtiger Schwefelverbindungen in der ausgeatmeten Atemluft und ermöglichen so eine objektive, quantitative Bestimmung der Halitosis. Daneben gibt es auch Halimeter für den persönlichen Gebrauch für unter 20,- Euro, mit denen man jederzeit, auch ohne einen Zahnarzt aufzusuchen, feststellen kann, ob und wann man wirklich Mundgeruch hat.

Hämatom = Haematoma, Bluterguss, kommt oft im Zusammenhang mit chirurgischen Eingriffen oder Unfällen vor, wenn Blut aus verletzten Blutgefäßen in das subkutane Bindegewebe (Unterhaugewebe) austritt und sich dort ansammelt. Hämatome sind häufig mit Schwellungen und Verfärbungen verbunden, die alle Farbtöne von gelb, grün, blau, violett etc. durchlaufen können. Diese Verfärbung entsteht durch die verschiedenen Abbaustadien des Blutfarbstoffes (Hämoglobin). Sie ist vollkommen ungefährlich und verschwindet, ebenso wie die Schwellung, nach einiger Zeit.

Herpes = durch Herpesviren verursachter Bläschenausschlag. In der Zahnmedizin im Bereich der Lippen als Herpes labialis, hervorgerufen durch das Herpes-simplex-Virus-1 (HSV-1). Herpes labialis kann wegen des ähnlichen Aussehens leicht mit Aphten verwechselt werden. Die verschiedenen Therapieansätze sind nur teilweise erfolgreich, und die Wirkungsmechanismen weitgehend unbekannt. Neuere Forschungsergebnisse legen die Vermutung nahe, dass zwischen parodontalen Erkrankungen und Herpes-Simplex Infektionen ein Zusammenhang besteht.

siehe auch:
Aphten | labial |

Homöopathie = alternative Heilmethode, deren Wirkungsweise auf dem so genannten Ähnlichkeitsprinzip beruht, nach dem jede Erkrankung durch dieselbe Substanz geheilt werden kann, durch die sie verursacht wurde. Der Begriff "Homöopathie" setzt sich aus den griechischen Wörtern homoios = ähnlich und pathos = Leiden zusammen und wurde von Samuel Hahnemann (1755 – 1843) entwickelt, der unter anderem im Selbstversuch festgestellt haben wollte, dass Ähnliches durch Ähnliches geheilt werden kann (similia similibus curentur, Hahnemann). Da das Verabreichen krankmachender Substanzen gefährlich ist, mussten sie verdünnt (potenziert) werden, was die krankmachende Wirkung beseitigen und die heilende angeblich noch steigern sollte. Dieses Verdünnen kann so weit gehen, dass das homöopathische "Medikament" mit größter Wahrscheinlichkeit kein einziges Molekül des eigentlichen Wirkstoffes mehr enthält. Mit der Entdeckung der atomaren Struktur der Materie gerieten die Homöopathen in Erklärungsnotstand und erfanden Theorien, nach denen sich das Lösungsmittel auch bei völliger Abwesenheit des Wirkstoffes an diesen "erinnern" und allein auf Grund dieses Memory-Effektes noch eine heilende Wirkung entfalten können soll. In naturwissenschaftlichen Untersuchungen konnte nicht nachgewiesen werden, dass die Wirksamkeit der Homöopathie über den normalen Placebo Effekt hinausgeht. Dennoch erfreut sie sich bei Patienten, Ärzten und Heilpraktikern einer ungebrochenen Beliebtheit.

siehe auch:
Quacksalberei |
aktualisiert vor 13 Tagen, am 10.11.2017 - 22:38.