Zahnlexikon - X

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Xanthodontie = langsame Verfärbung der Zähne. Im Laufe der Zeit verändert sich die ursprüngliche Zahnfarbe durch innere und äußere Einflüsse. Erkrankungen oder bestimmte Nahrungsmittel oder Nikotin können diesen Vorgang beschleunigen. Bei einer fortgeschrittenen Xanthodontie lässt sich die gelbliche Verfärbung nicht mehr durch gründliche Zahnpflege oder eine professionelle Zahnreinigung entfernen. Eine Aufhellung der Zähne bei Xanthodontie kann beispielsweise durch Bleichen (Bleaching) der Zähne erfolgen.

Xerostomie / Mundtrockenheit = hauptsächlich bei älteren Patienten auftretende Trockenheit der Mundschleimhäute verursacht durch eine verminderte Speichelproduktion (Hyposalivation). Die im Speichel vorhandenen Enzyme (Substanzen, die Stoffwechselvorgänge beschleunigen) haben wichtige Funktionen beim Schutz der Mundhöhle vor Infektionen und bei der Verarbeitung des mit der Nahrung aufgenommenen Zuckers. Wird zu wenig Speichen produziert kann es zu einem vermehrten Auftreten von Karies und Entzündungen der Mundschleimhäute kommen, der Sitz von Prothesen kann beeinträchtigt sein und der Schluckvorgang kann durch die fehlende Gleitwirkung des Speichels erschwert und behindert sein. Weitere Folgen sind eine Veränderung der Geschmacksempfindung und Mundgeruch. Xerostomie tritt häufig als Nebenwirkung von Medikamenten auf (z.B. Antiallergika, Psychopharmaka, blutdrucksenkende Mittel, Entwässernde Mittel). Bei Krebspatienten können Chemotherapie oder Bestrahlungen zur Xerostomie führen.

Vor allem bei älteren Menschen ist Mundtrockenheit oft die Folge einer zu geringen Flüssigkeitsaufnahme. In der Alterszahnmedizin (Gerostomatologie) tätige Zahnärzte werden häufig mit diesem Problem konfrontiert und können meist durch einfache Maßnahmen Abhilfe schaffen: Sicherstellung einer ausreichenden Flüssigkeitsaufnahme (speziell saure Getränke), Kauen von Kaugummi oder die Verwendung künstlicher Speichellösungen. Wenn dies nicht zu einer Besserung führt, kann der Zahnarzt in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Fachkollegen weitere Schritte wie z.B. das Absetzen speichelhemmender Medikamente oder die Umstellung auf andere Präparate veranlassen.

aktualisiert vor 170 Tagen, am 03.01.2017 - 11:11.