Zahnlexikon - D

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Dämmerschlaf / Analogsedierung = Methode zur Schmerzausschaltung bei zahnärztlichen Eingriffen, die mit einer örtlichen Betäubung allein nicht möglich sind, weil der Patient unter extrem starker Behandlungsangst leidet oder nicht so ruhigzustellen ist, dass der Eingriff ordentlich durchgeführt werden kann. Zusätzlich ist meist auch eine Lokalanästhesie erforderlich. Anders als bei der Vollnarkose muss der Patient im Dämmerschlaf nicht künstlich beatmet werden, bleibt ansprechbar, und das Risiko ist deutlich geringer. Außerdem sind das Zeitempfinden und das Erinnerungsvermögen während des Dämmerschlafes ausgeschaltet oder stark eingeschränkt, so dass auch lange Eingriffe nicht als solche wahrgenommen und nachträglich nicht als unangenehm empfunden werden. Wegen der Komplikationsarmut ist der Dämmerschlaf besonders für Risikopatienten und Kinder geeignet und, wenn irgend möglich, der Vollnarkose vorzuziehen. Die Dämmerschlaf-Narkose sollte nicht vom Zahnarzt sondern nur von dafür ausgebildeten Anästhesisten vorgenommen werden.

Dens = Lateinisches Wort für Zahn - kommt in vielen Fachbegriffen der Zahnheilkunde vor: Dentin, Dr. med. dent., dental etc.

Dentin = die unter dem Zahnschmelz bzw. Wurzelzement liegende Zahnhartsubstanz, mit dem Knochen vergleichbar, viel weicher und kariesanfälliger als der Zahnschmelz.

Dentist = seit 1952 nicht mehr existierende Berufsbezeichnung für Ausübende der Zahnheilkunde ohne akademische Ausbildung und Approbation. Dentisten waren in der Regel Zahntechniker mit Fachschulausbildung, die nach dem Besuch einer Dentistenschule und Ablegung einer entsprechenden Prüfung in begrenztem Umfang die Zahnheilkunde ausüben durften. Seit 1952 ist ein mit dem Staatsexamen abgeschlossenes Studium an einer anerkannten Universität sowie die Approbation Voraussetzung für die Ausübung der Zahnheilkunde.

Im Englischen ist Dentist die Berufsbezeichnung für Zahnmediziner.

Dentitio difficilis = lateinisch: erschwerter Zahndurchbruch mit oft heftigen Zahnfleischentzündungen (Perikoronitis) und Schmerzen verbunden, tritt oft beim Durchbruch von Milchzähnen oder beim Durchbruchsversuch von Weisheitszähnen auf. Bei den Milchzähnen verschwindet das Problem in der Regel, wenn der Durchbruch abgeschlossen ist. Da Weisheitszähne in der Mehrzahl der Fälle nicht richtig durchbrechen können, bleibt die Entzündung oft über einen längeren Zeitraum bestehen, so dass die Entfernung der Weisheitszähne im entzündeten Zustand erforderlich wird. Dem kann man durch eine frühzeitige, prophylaktische Weisheitszahnentfernung vorbeugen, wenn ein ordnungsgemäßer Durchbruch unwahrscheinlich ist.

siehe auch:
Osteotomie | Weisheitszähne |

Distal = Richtungs- und Flächenbezeichnung, von der Mittellinie des Kiefers ausgehend nach hinten, die Fläche eines Zahnes, die weiter von der Mitte entfernt ist, bei zwei Zähnen der hintere von beiden.

aktualisiert vor 198 Tagen, am 03.01.2017 - 11:11.