Zahnlexikon - L

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labial = vom lateinischen Wort labium = die Lippe. Labial bezeichnet Dinge, die im Zusammenhang mit der Lippe stehen, die zur Lippe hin gelegenen Zahnflächen oder Zahndefekte und Füllungen, aber auch Veränderungen der Lippe selbst z.B. Labial-Herpes (Herpes labialis).

siehe auch:
Herpes |

Laser / Laserzahnarzt = Zahnmedizinische Behandlungsmethode (Behandler). Lasergeräte mit verschiedenen Wellenlängen kommen in der Zahnmedizin für unterschiedliche Behandlungen zum Einsatz: zahnärztliche Chirurgie, Diagnostik, Parodontologie, Kariesentfernung, Wurzelkanalbehandlung. Mittlerweile gibt es sogar Zahnärzte, die sich selbst als "Laserzahnarzt" und ihre Tätigkeit als "Laserzahnheilkunde" bezeichnen. Bis heute jedoch ist der Laser in der Zahnheilkunde keiner anderen Behandlungsmethode überlegen sondern manchmal sogar schädlich, während er in der Augenheilkunde unbestritten sehr gute Dienste leistet.

Leukoplakie = weißliche bis hellgraue oft flächige, derbe, nicht abwischbare Veränderung der Mundschleimhaut. Die Leukoplakie ist ein Bereich vermehrter Verhornung (Hyperkeratose), hervorgerufen z.B. durch Alkoholmissbrauch, Nikotinmissbrauch, über lange Zeit einwirkende mechanische und chemische Reize u.a.

Leukoplakien gelten als mögliche Vorstufen von Krebserkrankungen (Präkanzerosen). Eine präzise Diagnose ist nur anhand von Probeexzisionen (Gewebsentnahme) und histologischen Untersuchungen (mikroskopische Bestimmung des Gewebstyps) möglich. Die Behandlung besteht in einer vollständigen chirurgischen Entfernung des veränderten Gewebes.

Leukoplakien werden vom Patienten und auch von den behandelnden Ärzten oft nicht bemerkt. Da der Zahnarzt oft als einiger Mediziner die Mundhöhle in regelmäßigen Abständen inspiziert, trägt er eine besondere Verantwortung für die Früherkennung.

lingual = Bezeichnung der Zahnfläche, die nach innen zur Zunge (lat: lingua) hin gerichtet ist. Gilt für alle Zähne des Unterkiefers. Der Oberbegriff für diese Fläche ist oral, er kann für alle Zähne verwendet werden.

Lupenbrille = Kombination aus Brille und Lupe. Dabei wird eine Lupe wird in eine Brille eingebaut. Die Lupenbrille ist ein optisches Hilfsmittel zur Verbesserung der Sehqualität bei diffizilen Arbeiten an kleinen Objekten im Nahbereich. Lupenbrillen werden vor allem in Medizin und Technik eingesetzt. Eine gute Lupenbrille verfügt über eine hochwertige Optik, stellt feinste Strukturen 3-dimensional, scharf und verzerrungsfrei dar und ermöglicht so dem Anwender ein entspanntes, ermüdungsfreies Arbeiten bei optimierter Körperhaltung. Dort, wo sie gebraucht wird, ist die Lupenbrille ein wichtiger Faktor zur Verbesserung der Arbeitsqualität.

In der zahnärztlichen Praxis hat die Lupenbrille mittlerweile ihren festen Platz, überall dort, wo es auf hohe Präzision im Mikrobereich ankommt - z.B. in der Endodontie, oder bei der Überprüfung von Randspalten bei Inlays oder Kronen. Dass viele Zahnärzte auf ihren Websites mit der eigentlich selbstverständlichen Verwendung dieser Sehhilfe werben, ist verwunderlich. Uhrmacher, Goldschmiede, Neurochirurgen und andere Präzisionsarbeiter tun dies jedenfalls nicht.

aktualisiert vor 198 Tagen, am 03.01.2017 - 11:11.