Zahnschutz - Mundschutz für Sportler

Sportlich aktiv mit Mundschutz

Im täglichen Leben schützen wir uns ganz selbstverständlich vor Verletzungen aller Art. Wir schnallen uns beim Autofahren an, oder tragen auf dem Motorrad einen Helm. Skifahren kommt nur mit Sicherheitsbindung in Frage, beim Schleifen, Bohren oder Fräsen tragen wir eine Schutzbrille, und der Gehörschutz ist Pflicht, wenn es laut wird. Es gibt eine Unmenge von Vorschriften für den Schutz vor Verletzungen am Arbeitsplatz, im Verkehr und in fast allen anderen Bereichen des Lebens. Nur Zähne, Lippen, Zunge, das Gesicht und der Kieferknochen sind, außer im Profisport, meistens ungeschützt.

Das unterschätzte Risiko

Dabei geht aus mehreren wissenschaftlichen Untersuchungen hervor, dass bis zu 40% aller Zahn-, Mund- und Kieferverletzungen auf Sportunfälle zurückzuführen sind. In ca. 80% der Fälle werden die oberen Schneidezähne verletzt, brechen ab, oder gehen ganz verloren. Bei schweren Unfällen kann es zu Kieferbrüchen, Gelenkschäden, dem Verlust mehrerer Zähne oder zu erheblichen Zungenverletzungen kommen. Die Folge ist meist eine aufwändige zahnärztliche oder/und oralchirurgische Behandlung mit erheblichen Kosten, Unannehmlichkeiten und dem Risiko, dass auch alle zahnärztliche Kunst, den ursprünglichen, gesunden Zustand nicht wiederherstellen kann. Patienten, die derartige Unfälle erlebt haben, brauchen oft eine lebenslängliche zahnärztliche Betreuung, und selbst bei Anwendung aller Tricks der ästhetischen Zahnmedizin, kann der Zahnarzt oft genug auch keine Wunder vollbringen und das Geschehene ungeschehen oder wenigstens unsichtbar machen.

Was Sie vorbeugend tun können: der Mundschutz

Das Tragen eines individuell angefertigten, passgenauen Mundschutzes ist eine wirkungsvolle Vorbeugung gegen Sportverletzungen im Zahn-, Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich. Es verhindert Verletzungen oder reduziert die Verletzungsgefahr und mindert die Schäden, die bei Sportunfällen eintreten können. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit ist ein gut angepasster Mundschutz angenehm zu tragen, kann auch stärkere Stöße und Schläge so abfangen und elastisch abschwächen, dass keine größeren Schäden entstehen. Weder die Atmung noch das Sprechen werden durch einen guten Sportmundschutz wesentlich beeinträchtigt.

Kann man so etwas selbst basteln?

Im Prinzip ja … dafür gibt es "Bausätze", die man kaufen kann. Aber das ist nicht wirklich sinnvoll. Beim Sportmundschutz kommt es auf die genau richtigen Materialien und die Passgenauigkeit an. Ein guter Mundschutz kann aus mehreren verschieden harten Materialien zusammengesetzt sein, und auch wenn der Anwender glaubt, dass alles richtig ist, hat der Zahnarzt doch fast immer noch ein paar Korrekturen zu machen, bevor alles optimal sitzt und sich die volle Schutzwirkung entfalten kann. Bei jugendlichen Sportfans verändert sich die Zahnstellung manchmal sehr schnell, so dass hier der Zahnarzt immer wieder mal Anpassungen vornehmen muss. Ein "Instant" Mundschutz passt meist nicht besonders gut, absorbiert Schläge nur unzureichend, und kann sehr unhygienisch sein, weil das meist einfach zu verarbeitende Material im Mund schnell porös wird und Speichel und Bakterien aufnimmt. In verschiedenen Tests wurde festgestellt, dass praktisch alle im Sportfachhandel erhältlichen Eigenbau-Zahnschutz-Typen ungeeignet sind. Einen Motorradhelm sollte man sich schließlich auch nicht selbst zusammenbasteln.

Laborgefertigter, individualisierter Mundschutz

Der einzige Mundschutz, den wir Ihnen oder Ihren sportlich aktiven Kindern wirklich ruhigen Gewissens empfehlen können, wird nach von uns oder unseren Mitarbeiterinnen in der Praxis angefertigten Abdrücken, von unserem Zahntechniker hergestellt. Das ist zwar teurer als der selfmade Mundschutz, bietet aber den einzig wirklichen Schutz. Das ist so wie mit dem Feuerlöscher: Man wird ihn voraussichtlich nie brauchen, aber wenn es doch mal brennt, ist der Beste gerade gut genug.

Im Falle einer Verletzung können die Behandlungskosten schnell das 20-fache oder mehr dessen betragen, was ein vernünftiger Zahnschutz kosten würde, von den bleibenden Schäden ganz zu schweigen.

Diese (und noch mehr) Sportarten nie ohne Mundschutz

American Football | Baseball | Basketball | Biking | Boxen | Eishockey | Feldhockey | Fußball | Handball | Judo | Karate | Kickboxen | Motocross | Polo | Reiten | Ringen | Rollerblading | Rugby | Skateboarding | Skirennsport | Squash | Wasserball |

aktualisiert vor 325 Tagen, am 30.10.2016 - 12:31.