Festsitzender Zahnersatz - Brücken

Wann sind Brücken möglich?

Zahnersatz mit Brücken ist dann möglich, wenn im Restgebiss genügend stabile Zähne vorhanden sind und wenn die Verteilung dieser Zähne im Kiefer günstig ist. Grundsätzlich gilt: Eine Lücke sollte auf beiden Seiten von mindestens einem stabilen Zahn begrenzt sein. Sogenannte Freiendlücken sind problematisch und, abgesehen von wenigen Ausnahmen, nicht mit einem festsitzenden Brückenersatz zu versorgen. Außerdem dürfen nicht zu viele direkt nebeneinander liegende Zähne fehlen. Die normale Maximallänge einer Brücke umfasst im Seitenzahnbereich 3 und im Frontzahnbereich 4 zu ersetzende Zähne. Alles, was über diese Grenze hinaus geht, belastet die Pfeilerzähne sehr stark und kann letztlich zu ihrer Lockerung und Verlust führen.

Gesunde Zähne beschleifen?

Ein kerngesundes Restgebiss erschwert natürlich die Entscheidung für den Lückenschluss durch eine Brücke. Schließlich müssen dafür mindestens zwei Zähne beschliffen werden. In diesem Fall sollte man überlegen, ob nicht eine Implantatlösung in Frage kommt. Ist dies nicht möglich, so ist der Substanzverlust durch Beschleifen gegenüber dem Belassen einer Lücke doch meist das geringere Übel, da die unversorgte Lücke auf lange Sicht Zahnwanderungen und Kippungen zur Folge haben kann.

Bei kranken Zähnen kein Problem

In der überwiegenden Zahl der Fälle sind die Nachbarzähne jedoch ziemlich stark zerstört, entsprechend umfangreich gefüllt und oft auch ohne Brücke überkronungsbedürftig. Hier fällt die Entscheidung leicht, kann man doch gleich zwei Probleme mit einer Maßnahme lösen: zum einen den Lückeschluss und zum anderen die Stabilisierung der an der Versorgung beteiligten Zähne.

Die Herstellung von Brücken

Zunächst werden von den die Lücke begrenzenden Zähne so viele beschliffen wie erforderlich sind, um den zusätzlichen Kaudruck der zu ersetzenden Zähne mitzutragen. Der einzige Unterschied zur Präparation von Einzelkronen besteht darin, dass die Brücke, die in der Regel aus einem Teil besteht, später problemlos auf die beschliffenen Zähne aufgesetzt werden muss, und dass die Zahnstümpfe aus diesem Grund untereinander ziemlich parallel stehen müssen und weder konvergieren noch divergieren dürfen. Bei umfangreichen Brückenkonstruktionen kann es vorkommen, dass die ohnehin durch die großen Defekte zerstörten Kauflächen bei so vielen Zähnen abgetragen werden müssen, dass das ursprüngliche Verhältnis und das Zusammenspiel zwischen Ober- und Unterkiefer durch eine gnathologische Bissregistrierung rekonstruiert und neu festgelegt werden muss. Gnathologie - wikipedia

Im Labor fertigen unsere Zahntechniker die Brücken genau so wie auch die Einzelkronen entweder ganz aus Metall, aus einem mit einer Keramik-Verblendung überzogenen Metallgerüst, oder ganz aus Keramik. Im Falle der Metallbrücken, ob verblendet oder unverblendet, werden die Brücken in einem Stück ohne Löt- oder Schweißstellen hergestellt.

Was die ästhetische Zahnheilkunde und besonders die perfekte Gestaltung von Keramik-Restaurationen betrifft, so sind unsere Zahntechniker bestens ausgebildet und in der Lage, Form, Farbe und Stellung der Brückenzähne genau nach Ihren Wünschen und Vorstellungen zu Ihrer vollen Zufriedenheit zu gestalten.

Zu wenige Pfeilerzähne?

Wenn nicht mehr genügend natürliche Pfeilerzähne für eine Brückenkonstruktion vorhanden sind, bietet uns die Implantologie fast immer die Möglichkeit, den vorhandenen Zahnbestand durch Implantate so weit zu ergänzen, dass doch noch festsitzender Zahnersatz verwendet werden kann.

aktualisiert vor 198 Tagen, am 03.01.2017 - 11:11.